Thermographie

Als Thermografie bezeichnet man Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera, die die Wärmeabstrahlung von Oberflächen sichtbar macht. Bei Immobilien dient das Verfahren der Ortung und Visualisierung von Bauschäden und Baumängeln (Wärmebrücken und Luftundichtigkeiten).

Thermographie

Messprinzip

Die Intensität der Abstrahlung wird mit Hilfe einer Farb- und Temperaturskala eingeordnet. Warme und heiße Zonen erscheinen in Gelb- und Rottönen, kalte Zonen in blau bis schwarz. Je mehr Rottöne zu sehen sind, desto mehr Wärme geht verloren.

Manche Anbieter (insbesondere Verkäufer von Wärmedämmsystemen und Baustoffen) stellen die Wärmebildkamera so ein, dass die Farben kräftiger erscheinen. Für den ungeübten Betrachter sieht es dann so aus, als ob bei einer tiefroten Hauswand die Wärme vollständig entweicht. Rotfärbungen sind jedoch nicht zwingend auf Wärmebrücken zurück zu führen. So kann sich z. B. an kalten Winternächten die Wärme unter einem Dachüberstand oder hinter dichten Pflanzen an der Außenwand sammeln, die dann irrtümlich als Wärmeverlust interpretiert wird.

Dauer und Kosten

Thermographien werden im Herbst und Winter angefertigt. Ideal ist ein Temperaturgefälle von 10 bis 15 Grad Celsius zwischen den Innenräumen und der Umgebung (z. B. ein trüber Wintermorgen, wenn die Sonne die Fassade noch nicht erwärmt hat).

Eine professionelle Thermografie inklusive Beratung und Auswertung kostet ab 400 € aufwärts. Sie umfasst nicht nur eine Erfassung von außen, sondern auch von innen, denn ein vermuteter Schimmelpilzbefall, Wärmebrücken, undichte Dachbereiche und Bodenluken können mit Außenaufnahmen allein nicht erkannt werden.

Service

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